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Autorenporträt

Friedrich-Emanuel Focken


Dr. theol. Friedrich-Emanuel Focken arbeitet als Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg.


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Friedrich-Emanuel Focken

Zwischen Landnahme und Königtum

Literarkritische und redaktionsgeschichtliche Untersuchungen zum Anfang und Ende der deuteronomistischen Richtererzählungen

1. Auflage 2014
252 Seiten mit 6 Tab. gebunden
ISBN 978-3-525-54039-8
Vandenhoeck & Ruprecht

Forschungen zur Religion und Literatur des Alten und Neuen Testaments. - Band 258

80,00 €
PDF eBook 64,99 € KAUFEN

Friedrich-Emanuel Focken analysiert in der literarkritischen und redaktionsgeschichtlichen Studie die Einleitung in die Richterzeit (Ri 2,6–3,6), die Abimelecherzählung (Ri 8,33–9,57) und die Jiftacherzählung (Ri 10,6–12,7) aus dem Richterbuch sowie die ähnlich gestaltete Erzählung von Samuels Philistersieg (1Sam 7,2–17) und die Begründung der Verwerfung von Israel und Juda (2Kön 17,7–23) aus den Samuel- und Königebüchern. Er gelangt zu dem Ergebnis, dass die deuteronomistische Grundschicht des Richterbuchs erst sekundär zwischen den durch die Priesterschrift geprägten Hexateuch (Gen–Jos) und die bereits deuteronomistisch bearbeiteten Samuel- und Königebücher eingeschrieben worden ist.

Darüber hinaus stellt Focken fest, dass Jhwh durch die Weigerung, Israel weiterhin zu retten (Ri 10,13), zu Beginn der Jiftacherzählung (Ri 10,6–12,7) den durch die Einleitung in die Richterzeit (Ri 2,6–19a) und die Otnielerzählung (Ri 3,7–11) eingeführten zyklischen Geschichtsverlauf der Richterzeit aufhebt. Diese Texte bilden einen Rahmen um den Kernbereich der Darstellung der zyklischen Richterzeit, in der sich die Israeliten nicht mehr an Jhwhs vergangene Heilstaten erinnern (Ri 2,10).

Zudem gehört zur literargeschichtlichen Ebene der deuteronomistischen Grundschicht des Richterbuchs Jiftachs Argumentation gegen den ammonitischen König (Ri 11,12-28), die unter Verweis auf Israels wieder erinnerte Geschichte mit Jhwh (Ri 10,11–13) judäische Ansprüche auf das Ostjordanland in der Perserzeit etablieren will.

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Pressestimmen    
»Die These, dass die im Richterbuch vorhandenen Elemente des DtrG sekundär zwischen dem priesterschriftlichen Hexateuch und den deuteronomistisch überarbeiteten Samuel- und Königsbüchern hinzugefügt wurde, ist nicht neu. Dem Verfasser gelingt es allerdings, zusätzliche Argumente zu liefern, die diese Theorie stützen.«
Theologische Revue, Heft: 2/2016


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Titel der Reihe
Forschungen zur Religion und Literatur des Alten und Neuen Testaments.