Andreas Anglet
The Café in Benn’s and Apollinaire’s Lyrical Focalisations of the City
KulturPoetik
2007/7,2
p. 215–233
2007
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Zusammenfassung
In den Café-Gedichten von Gottfried Benn und Guillaume Apollinaire wird die moderne Stadt auf symptomatisch unterschiedliche Weise als Ereignis- und Sprachlandschaft erschrieben. Die Montage simultaner Stimmen begegnet einmal als durch ein lyrisches Subjekt kanalisierter, intentional gerichteter wechselseitiger Kommentar (Benn), das andere Mal als freie Akkumulation von Differenzen, die eine einheitliche Intention der Aussage torpediert (Apollinaire). Während Benns satirischer Röntgenblick auf die Café-Gesellschaft die immergleichen sozialen Macht- und biologischen Triebmechanismen am Werke sieht, die das moderne Interieur der Stadt entzaubern, wird das registrierte und offen arrangierte Material für Apollinaire zu einer als dichterische Vision imaginierten Übersteigerung von Modernität.