Die Welt in der Stube
Begegnungen mit Außereuropa in Kunstkammern der Frühen Neuzeit
Veröffentlichungen des Max-Planck-Instituts für Geschichte, Band 232
1. Auflage 2007
403 pages mit 49, z.T. farb. Abb., Leinen
72.95 € [D]
ISBN 978-3-525-35888-7
About this book
“The World at Home” offers an analysis of exotic objects in early modern cabinets of curiosities. It focuses on the impact these objects had on the history of science and the European image of distant worlds.
Reviews
»Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass Collet auf der Basis weit reichender Archivstudien und durch eine kenntnisreiche Einbettung seiner Fallbeispiele in die europäische Sammlungsgeschichte eine wichtige und äußerst lesenswerte Studie verfasst hat, die einen frischen und diskussionsbefördernden Blick nicht allein auf die Frühgeschichte des Museums sondern auf die Konstituierungsphase neuzeitlicher Wissenschaft im 17. und frühen 18. Jahrhundert bietet.«
Jan Lazardzig, www.sehepunkte.de
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»Dominik Collet ist es gelungen, die Forschung zum frühneuzeitlichen Sammlungswesen um einen wesentlichen Beitrag zu bereichern, der unweigerlich die Ausgangsbasis für weitere Recherchen auf diesem Gebiet bilden wird.«
Dr. Virginie Spenlé, www.h-net.org
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Content
I. Einleitung - Im ›Virtuosi Country‹1. Forschungsstand
2. Fragestellung und Erkenntnisinteresse
3. Aufbau
4. Terminologie
5. Die Kunstkammer – Ein frühneuzeitlicher Sammlungstypus
II. Die Gothaer Kunstkammer auf Schloss Friedenstein – Kuriositäten als Karriere
1. Die Kunstkammer von 1653–1721
2. Die Exotika - Auswahl, Erwerb, Einordnung
3. Gotha und die außereuropäische Welt im 17. Jahrhundert
4. Caspar Schmalkalden (1616-1673) – Der Weltreisende als Experte
4.1. Schmalkaldens Reisebeschreibung und die Kunstkammer
4.2. Augenzeuge oder Kompilator?
4.3. Exotika als Karriere
5. Johann Michael Wansleben (1635-1679) – Von Gotha nach Äthiopien
5.1. »Herzog Ernst, Sultan zu Sachsen«
5.2. Der Herzog, der Gelehrte, der Reisende – Motivationen, Imaginationen, Strategien
5.3. Die Äthiopienexpedition und die Kunstkammer
6. Wilhelm Ernst Tentzel (1659-1707) – Die Entdeckung des Gothaer ›Elephanten‹
6.1. Fossilien – Spiel der Natur oder Versteinerung?
6.2. Tentzel – Der Vater der Paläozoographie?
6.3. Das exotische Fremde und das historische Fremde
6.4. Die Gothaer Kunstkammer an der Wende zum 18. Jahrhundert
7. Imaginationen des Fremden
III. Das Museum William Courtens in London – Exotika als Statussymbol
1. Sammeln als Lebenswerk
2. »Mr. Charleton's Cabinet of Curiosities« – 1684-1702
3. Courtens Exotika
3.1. Das Netzwerk der Sammler
3.2. »Now the East India shipps are arrived« – Der Erwerb
3.2. »A new world in all things?« - Die Beschreibungen
4. Exotika als Forschungsobjekte
5. »But what Knowledge is it?« – William Courten, Virtuoso
IV. Das Repository der Royal Society – Die gescheiterte Forschungssammlung
1. Das Repository von 1663-1711
2. Das Projekt einer ›Weltnaturgeschichte‹
3. Sammeln
3.1. Batavia – Sir Philiberto Vernatti
3.2. Neu-England – John Winthrop
3.3. Brasilien – Die »Inquiries for Brazil«
4. Forschen
4.1. Das Makassar-Gift
4.2. Nehemiah Grews Musaeum Regalis Societatis
5. Exotika als Entertainment
V. Die Sammlungen im Vergleich
1. Sammlungspraxis
2. Wissenschaftspraxis
3. Projektive Ethnographie
VI. Schlussbetrachtung